Laut Analysten eines Wall-Street-Forschungsunternehmens könnte Snap, das Mutterunternehmen von Snapchat, gezwungen sein, sein Kapital zu schließen, wenn es keine besseren Monetarisierungsmöglichkeiten findet und die Nutzer nicht länger in dem sozialen Netzwerk hält.
Das Unternehmen begann im März 2017 mit dem öffentlichen Handel seiner Aktien, verlor jedoch 20 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. Seitdem kämpft Snap darum, neue Nutzer für seine Plattform zu gewinnen.
Brian Wieser, Senior Analyst bei der Pivotal Research Group, sagte gegenüber CNBC, dass die in der Studie beobachteten Daten eine immer größere Nutzerbasis zeigen, obwohl die Nutzungsdauer der Plattform insgesamt sinkt. „Unsere Meinung ist, dass es für das Management nicht zu spät ist, Wege zu finden, um die jüngsten Nutzungstrends umzukehren und die Monetarisierung zu verbessern.“
Laut Wiesers Analyse könnte Snap, wenn es diese beiden Ziele kurzfristig nicht erreicht, zu einem attraktiven Kandidaten für Investitionen zum aktuellen Aktienkurs werden.
Mit starken Konkurrenten wie Facebook und Instagram hat Snapchat in Werbeanzeigen investiert, was die Nutzer des sozialen Netzwerks verärgert hat, ebenso wie das neue Design, das im Februar eingeführt wurde.
Der Analyst Michael Nathanson von MoffettNathanson schrieb am vergangenen Dienstag (9.), dass das Unternehmen nicht auf den Börsengang vorbereitet war, und senkte die Umsatzschätzungen für 2019 um 7 %.
Wieser macht auch eine interessante Beobachtung: Unternehmen, die digitale Werbung verkaufen, wie Snap, Facebook und Twitter, werden durch niedrige Eintrittsbarrieren für Wettbewerber und staatliche Regulierungen in Bezug auf den Datenschutz ihrer Nutzer beeinträchtigt.
Quelle: CNBC
